Zielkoordinaten und Neuorientierung

Die Zielkoordinaten unternehmerischer Entscheidungen sind seit jeher unverändert: Maximierung von Gewinn und Unternehmens- wert, Sicherung und Ausbau der Marktposition. Die Rahmenbedin- gungen dieser Ziele ändern sich hingegen permanent: Steigende Vernetzung, struktureller und technologischer Wandel sowie er- höhtes Kommunikationstempo führen zu immer komplexeren und instabileren Märkten und Prozessen.

Das Problem: In diesem Spannungsfeld strategischer Entscheidun- gen steigt die Gefahr der Fehleinschätzung von Situationen und Potentialen, des Verkennens von Chancen und Risiken ebenso wie von Führungs- und Entscheidungsschwächen und Orientierungs- losigkeit.

Hilfe für die Beherrschung dieses Szenarios ist von betriebswirt- schaftliche Prinzipien und gängigen Beratungsmethoden kaum zu erwarten, denn diese sind Resultate linearen Denkens - doch die Geschäftswelt ist nicht-linear. Paradigmenwechsel und Austausch- barkeit aktueller Managementtheorien haben daher viele Entschei- dungsträger zu einer Abkehr vom Hergebrachten geführt.

Doch an kontinuierlicher Unternehmensentwicklung führt nun einmal kein Weg vorbei. Dabei ist das handlungs- und entscheidungsrele- vante Wissen als Basis für tragfähige Managemententscheidungen regelmäßig im Unternehmen zu finden. Jedoch blockieren persön- liche Erfahrungen, Routinen, Motive und emotionale Prägungen und nicht zuletzt Leistungsdruck das Wissen im Geschäftsalltag. Die Folge: Relevante Schlüsse können nicht gezogen werden, entschei- dende Einsichten in Zusammenhänge und Bedeutungen bleiben verborgen, zielführende Handlungsalternativen bleiben unerkannt – kurzum: unternehmerische Weiterentwicklung wird ausgebremst.

Wie ist das Ziel dennoch erreichbar?